ASV Gewässerwart rettet hunderten von Jungkarpfen und Schleien das Leben

Eine schier unglaubliche Rettungsaktion erreichte unsere Presseredaktion heute Morgen. Gewässerwart Maik schaffte es unter Einsatz aller ihm zur Verfügung stehenden Kräfte die Lebensbedingungen für hunderte junger Karpfen und Schleien mit einem Schlag zu verbessern. “Es waren doch nur 2 Stunden Spinnfischen“, erläuterte der Gewässerwart seinen Einsatz. Doch der Reihe nach – was war eigentlich passiert?

Seit Wochen schon häuften sich die Gerüchte darüber, dass ein großer Esox Lucius sein Unwesen in den unbescholtenen Fischaufzuchtteichen des Anglersportvereins Hillerse treibt. Der Besatz schien gefährdet, es musste gehandelt werden. Zu Beginn der Angelsaison berichteten schon einige Jungangler davon, dass sie “einen Großen” dran hatten. Andere berichtete von auseinanderspritzenden Fischschwärmen und großen Bugwellen. Konnte man dem Glauben schenken? War es nicht vielleicht doch ein Graser, der die jungen Angler täuschte? Nein, einen Tag zuvor war er gesehen worden. An einem Krautblinker zeigte er Interesse. “Er”, damit ist ein großer Raubfisch gemeint. Aber an den Haken gehe wollte er nicht, noch nicht. Heute war es dann soweit. Mit 3 Taschen voller Kunstköder, einer Spinnrute und einer frisch bespulten Rolle ausgerüstet besuchte Gewässerwart Maik Peschke begleitet vom ASV-Pressewart den Aufzuchtteich nahe Volkse. Sein Ziel: Den Räuber zu stellen und damit den Gerüchten um den ominösen Großhecht im kleinen Aufzuchtteich nach zu gehen. “Dass ich dabei hunderten von Besatzfischen das Leben rette, war mir gar nicht bewusst. Ich wollte ihn, diesen einen – das war mein Ziel“, bemerkte der erfahrene Sportfischer selbstlos. Nachdem Maik schon 2 Stunden des Morgens opferte, vom Spinner über Wobbler auch Twister in allen Varianten ausprobierte und die Motivation dahin schwand, erfolgte dann der Biss. An einer Stelle, die aufgrund der Beobachtungen der letzten Tage nicht im Fokus des Sportfischers stand, erfolgte nach 2 zaghaften Zupfern seines Raubfischstreamers der Biss. Er schlug im richtigen Moment an und konnte einen Großhecht haken. Der Kampf dauerte am Profigerät nicht lange, schnell war der Hecht müde gedrillt.

Die Messung ergab eine Länge von 76cm bei einem Gewicht von ca. 3500g. Der Fisch war wohlgenährt und gesund. Im Magen des Hechtes befand sich…..NICHTS. Das hatte sich Gevatter Esox anders vorgestellt, nicht so die Hundertschaft von Karpfen, Rotfedern, Barschen und Schleien, die sich sehr erfreut über die Entnahme des großen Räbers zeigten. Bis zum Nachmittag erreichten den erfolgreichen Petrijünger hunderte von Glückwunschmails aus den Gewässern der Umgebung. Auch über Facebook meldeten sich solidarisch ansässige Jungkarpfen und Weißfische. Allen Ortens war man innerhalb der Weißfischriegen froh darüber, diesen hinterhältigen Jäger, der schon hunderten von Jungfischen das Leben nahm, endlich zur Stecke gebracht zu haben. Tinca Meier (3) und Mario Carpio (2.5) nahmen sich ein Herz und brachten auf den Punkt, was alle dachten: “Der Gewässerwart ist so ein toller Mann. Wir haben ihn schon desöfteren am Wasser gesehen und haben ihn aber falsch eingeschätzt. Dass er uns so einen Vorteil verschafft, Wahnsinn“. Aber, und das fragt man sich innerhalb der Besatzfischgilde zu Recht, was passiert mit dem Kollegen Reiher, der auch immer wieder mal den Teich besucht. Zum Redaktionsschluss wollte sich keiner der Verwantwortlichen dazu äussern. Wir berichten weiter, Petri !

ASV Presse

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