ASV Hillerse unterstützt Angel-Schulprojekt

Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrerin Miriam Wrassmann und den Lehrkräften Nils Thiele und Marcus Lüpke war die Klasse 8B der Freiherr-vom-Stein Schule in der freien Natur unterwegs. Am Oker Altarm in Hillerse startete der Projekttag an der interaktiven Informationstafel des ASV Hillerse e.V. zwischen Volkse und Hillerse. Dort konnten die Schüler aus 9 Nationen einen Eindruck des zu erkundenden Lebensraumes gewinnen und sich auch direkt per Smartphone über Lebensweise und spezielle Eigenarten der Lebewesen informieren. Nach einer Einführung in die richtigen Verhaltensweisen in der Natur und das Angelgerät, nahmen die Kinder die Angeln in die Hand und versuchten einen Fisch zu fangen. Zu Beginn stand aber das Zusammenbauen und das Werfen üben, denn die meisten Kinder haben zuvor noch nie in ihrem Leben eine Angel in der Hand gehabt. Der Projekttag wurde gemeinsam mit Verantwortlichen des ASV Hillerse e.V. geplant und durchgeführt.

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Kleinere Probleme zu Beginn….Haken im Wollhandschuh!

Die Hauptschulklasse fuhr an die Oker, um dort einen praxisnahen Einblick in das Leben der Fische zu erhalten. “Ein solcher Unterrichtsgang ist sehr praxisnah, insbesondere das Miteinander der Kinder die mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in den Tag starteten, waren beeindruckend”, erklärt Wrasmann. So half der 15jährige Kai gemeinsam mit seinem Mitschüler Sebastian den beiden seit 6 Monaten in Deutschland lebenden Syrerin Hanin und der Afghanin Atifa fleissig dabei, die Angeln zu montieren, die Haken mit Ködern zu bestücken und das Auswerfen der Angel zu praktizieren. “Die Kinder kommen hier in einem ganz netten Rahmen miteinander ins Gespräch, tauschen sich aus und helfen einander – besser kann man Integration nicht praktizieren”, so Thiele, der selbst Klassenlehrer einer 9ten Klasse ist. Trotz der Tatsache, dass es an diesem Morgen mit -1 Grad Celsius schon relativ kalt war, gab es für die Kinder immer noch viel zu entdecken. Neben einigen Fröschen, Wildtieren und Wasservögeln, konnten die Kinder auch unter der Wasseroberfläche selten zu sehende Lebewesen entdecken. An die Angeln gingen beispielsweise Kaulbarsche und Weißfische (Rotaugen), welche die Kinder erstaunt begutachteten.

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Rotaugen wurden gefangen.

Die Fische wurden im Anschluss vom anwesenden Fischereischeininhaber waidgerecht versorgt und gemeinsam mit den Kindern einer sinnvollen Verwendung zugeführt – die Fische wurden nämlich nicht zum Spaß geangelt. Im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde fand die Klasse einen dankbaren Abnehmer: Dort werden verletzte fischfressende Wildtiere, wie verschiedene Vögel und Reptilien mit dem frischem proteinreichen Fisch aus der Oker aufgepeppelt. “Es war uns auch wichtig, die Kinder für die Natur und auch für die Freizeitbeschäftigung in und mit der Natur zu sensibilisieren. Nur wer die Natur kennt, wird sich für sie einsetzen und diese schützen”, so der Biologie unterrichtende und angelnde Lehrer Marcus Lüpke.

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Spaß & Naturerleben standen im Vordergrund beim Angelprojekttag

Begeistert trat die Gruppe in der Nachmittagszeit die Rückfahrt an. Sichtlich beeindruckt durch die vielen Erlebnisse des Tages fielen einigen Schülern promt die Augen zu – Frischluftschock nennt man das wohl. Enrico (15) und mehrere Mitschüler waren so begeistert, dass sie sich gemeinsam zum nächsten Fischereilehrgang anmelden werden. Marwa (15) aus Afghanistan formulierte in noch holperigen Deutsch, dass dies “einer der besten Tage ihres Lebens seit langem gewesen sein”. Unterstützt wurde das Vorhaben durch die Firma JENZI, die Firma Schütte, der Aktion “Helfen vor Ort” und der St. Alfrid Gemeinde.

ASV Presse

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