Spezial-Mähboot im Einsatz: Neophyten-Alarm (Großer Algenfarn) am Toten Strom bei Hillerse

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Auf dem Spezial-Mähboot wird schwer geackert, rund 10 Tonnen Biomasse sind zu bewältigen. Der ursprünglich eingeplante Tageeinsatz muss deutlich verlängert werden..

Seit Oktober 2014 hat sich in einem Bereich des Okeraltarms, zwischen Hillerse und Volkse, der Große Algenfarn Azolla filiculoides explosionsartig ausgebreitet. Das Gewässer ist bereits zu 100 Prozent mit einer ca. 5 cm dicken Pflanzenschicht bedeckt, sodass kein Tageslicht mehr den Gewässergrund erreicht. Bei dem großen Algenfarn handelt es sich um eine invasive Pflanzenart, die aus Amerika stammt und möglicherweise durch achtlose Aquarianer oder Gartenteichbesitzer in das Gewässer verbracht wurde. Das massive Auftreten der Pflanze bedroht das wertvolle Ökosystem des Toten Stroms. Die Pflanze verträgt keinen Frost. Nach dem Absterben der Pflanzen würden diese auf den Grund des Gewässers sinken, sich bei steigenden Temperaturen im Frühjahr dort unter hohem Sauerstoffverbrauch zersetzen und das Gewässer in der Folge zum Umkippen bringen. Das heißt, das Gewässer wäre ökologisch tot. Im Rahmen des Managements wurde in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gifhorn beschlossen, die riesige Biomasse, geschätzt ca. 10 Tonnen, von der Wasseroberfläche Biotop schonend zu entfernen. Die Entnahme erfolgt durch ein Spezialboot der Stadtentwässerung Braunschweig GmbH. Die Biomasse wird vollständig aus dem Naturschutzgebiet entfernt und der Kompostierung zugeführt. Das Material wurde zuvor auf mögliche Schadstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle untersucht. Diese hat ergeben, dass eine problemlose Kompostierung erfolgen kann. Ermöglicht wurde die Durchführung der Maßnahme durch die finanzielle Unterstützung durch Spenden von Vereinsmitgliedern, privaten Spendern, und der Schierhorn-Stiftung. Am heutigen Nachmittag war ersichtlich, dass die unerwartet hohe Menge an Pflanzenmasse weitere Einsatztage des Spezialbootes nötig macht. [notice]Die bislang gespendeten Finanzmittel reichen entsprechend leider nicht aus. Die Verantwortlichen bitten daher um weitere Spenden. Der Vorstand des ASV Hillerse e.V. bedankt sich sehr herzlich bei allen bisherigen Geldgebern. [/notice]Es zeigt, dass aktiver Natur- und Umweltschutz vor der „eigenen Haustür“ vielen Bürgern der Gemeinde und darüber hinaus ein wichtiges Anliegen ist. Um die Problematik von eingeschleppten und nicht einheimischen Pflanzen- und Tierarten darzustellen, wird der ASV Hillerse e.V. in Kooperation mit dem Naturschutzverband Aller-Oker e.V. und der Gemeinde Hillerse, in Kürze eine großflächige Info-Tafel am Aussichtspunkt des Toten Stroms installieren.

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Sieht toll aus, es wird professionell gearbeitet aber das kostet leider viel Geld.

 

ASV Presse

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Der ASV Hillerse ist Mitglied in einem anerkannten Naturschutzverband gemäß § 60 NNaTG.
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