Europäischer Edelkrebs in Hillerser Gewässer gesichtet !

krebs.mp4Der als sehr stark gefährdet geltende Europäische Edelkrebs (Astacus astacus) oder Flusskrebs wurde heute beim Hechtangeln zufällig von “Neu”-Angler Martin gefangen. Der kapital abgewachsene und tief schwarz gefärbte Panzerträger mit einer Körperlänge (Schädelspitze – Schwanz) von rund 20 cm schnappte sich das für einen Hecht gedachte Rotauge.

Nach einem kurzen Fototermin konnte der Krebs schnell wieder in das Gewässer entlassen werden und sorgt dort hoffentlich für viel Nachwuchs. Der Krebs ist für ein Gewässer u.a. sehr nützlich, da er in seiner Funktion als Gesundheitspolizei Fischkadaver und Aas frisst.

3Einige Fakten:

– kann bis zu 20 Jahre alt werden
– Gewicht bis 350 Gramm
– Weibchen legen bzw. tragen bis zu 400 Eier
– Naturferne Gewässerwirtschaft ist der Tod des Tieres
– Der Edelkrebs ist vom Aussterben bedroht
. Lt. Bundesnaturgesetz “streng geschützte Art”

Die Tiere finden allem Anschein nach in den vom ASV Hillerse gepflegten Gewässerbereichen optimale Lebensbedingungen vor. Warum? Hintergrund ist sicherlich die gute Arbeit unserer Gewässerwarte, die stets um eine naturnahe Nutzung und Gestaltung der Vereinsgewässer bemüht sind.

 

Unsere Vereinsbiologen sind aber auch der Meinung, dass es sich um einen sog. Galizischen Flusskrebs handeln koennte. Auffaellig sind ja seine großen und dabei sehr langen Scheren, sowie die Tatsache, dass er ruhige und sommerwarme Gewaesser als Lebensraum bevorzugt. Wie dem auch sei, ein tolles Tier.

ASV Presse
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